Pubertät beim Hund - Wenn die Halter anstrengend werden...

Bis vor kurzem war der eigene Hund noch ein niedliches Fellknäuel, das sich vorbildlich benommen hat und der Streber in der Hundeschule war. Und plötzlich, über Nacht ist aus dem süßen Rudi ein halbstarker Raudi geworden, der nicht nur seinen Namen vergessen hat, sondern auch nicht mehr weiß, was das Signal „Hier“ oder „Fuss“ bedeutet. Der scheinbar jedes Benehmen gegenüber Artgenossen verlernt hat und seine Halter täglich wahnsinnig macht. 


In dieser Lebensphase wird alles nochmal auf seine Tauglichkeit für die eigenen Lebensumstände hin überprüft.

Die biologische Funktion der Pubertät bzw. Adoleszenz besteht darin, den Hund auf zwei zukünftige Szenarien vorzubereiten. Entweder er verbleibt in seiner bisherigen Gruppe und fügt sich in diese ein oder er wandert ab und gründet eine eigene Familie bzw. schließt sich einer bestehenden Gruppe an.


So anstrengend der pubertierende Junghund auch sein mag, er kann nichts für sein momentanes Verhalten. 


Er ist das Opfer massiver Umbauarbeiten in seinem Gehirn.


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Die Pubertät bei Hunden - wenn nichts mehr geht

Hunde haben zwei Pubertätsphasen in ihrem Leben.

Die erste Phase beginnt zwischen 6 und 8 Monaten und dauert ca. 4 Monate an. In dieser Zeit beginnen die Hormone zu spriessen. Gegen diesen Hormonrausch kann der Hund nichts tun. Typisch sind die Stimmungs-schwankungen.


Wenn es endlich besser wird, kommt schon die zweite Pubertätsphase die mit ca. 18 Monaten beginnt und ca. 6 Monate dauern kann.

In dieser Phase versucht der Hund seinen Platz in der Welt zu finden.

Er testet täglich, ob er auch wirklich machen muss was der Mensch sagt. Der Hund zeigt auch oft unerwünschtes Verhalten gegenüber Besuchern, andere Hunden usw.

In dieser Zeit muss der Mensch jedes Kämpfchen ausfechten. Hier ist eine klare Linie gefragt und Konsequenz.

Geduld und Ausdauer gehören auch dazu.

In beiden Pubertätsphasen benötigt der Hund aber auch viel Ruhe.

Die Phasen sind je nach Hund auch unterschiedlich stark.